Workshop: Gib Omas Ring ein neues Leben – Schmuckupcycling

Samstag, 27.10.2018
11 –17:30 Uhr
Werkhalle Union Gewerbehof
Workshopleiter Philip Heldt

Teilnahmegebühr: 25,00 

11 vorrätig

Beschreibung

Schmuck re- und up-cycling

Hast du in deinen Schubladen ungeliebte, ungetragene und defekte Schmuckstücke, die ein zweites Leben verdient haben? Reparieren und umarbeiten ungeliebter Stücke ist eine ökologische Lösung und eine Herausforderung im Design. Alte Strukturen in neuen Kontext zu setzen, ungeliebtes zu zerstören und neu auferstehen zu lassen ist eine Aufgabe die teilweise auch therapeutische Auseinandersetzung mit Erinnerungsstücken bedeutet. Wir werden im Workshop alte Schmuckstücke wieder reparieren und umarbeiten. Goldschmiedewerkzeug wird gestellt. Es entstehen bei Bedarf von zusätzlichen Schmucksteinen und Metallen Materialkosten.  Bitte ungeliebte, defekte und umzuarbeitende Schmuckstücke und Modeschmuck mitbringen.

Philip Heldt ist Biologe bei der Verbraucherzentrale NRW mit den Themenschwerpunkten Ressourcenschutz, Abfall, Wasser und Umweltgifte. Seine Aufgaben sind der Fachsupport für die Umweltberater, Lobbyarbeit und Interessenvertretung. Daher interessiert ihn wie Reperatur und Upcycling gefördert werden kann. Das Handwerk des Goldschmiedens hat er mit 16 als Hobby angefangen zu lernen. Zur Studienzeit hat er seinen Schmuck auf Märkten verkauft und gibt seit 2005 selbst Goldschmiedekurse in Bildungseinrichtungen und für Gruppe

3 Fragen an Philip

1. Wie blickst du in die Zukunft?
Ich blicke eher pessimistisch in die Zukunft. Da ich mich laufend mit Umweltfragen beschäftige sehe ich an diversen Stellen das viele wichtige Weichenstellungen von der Politik und großen teilen der Gesellschaft versäumt werden, um die Erde noch im ökologischen Gleichgewicht zu halten. Wütend macht mich daran, dass Diejenigen, die die negativen Folgen als erste spüren werden nicht wir sind, sondern die Menschen und anderen Lebewesen, die am wenigsten dazu beigetragen haben.

2. Was macht deinen Workshop relevant?
Gerade Edelmetalle haben einen großen ökologischen Rucksack. Für einen Goldring sind es etwa 5 Tonnen. Oft liegt Schmuck ungenutzt herum weil er nicht mehr passt weil es Erbstücke sind aber das Design nicht mehr gefällt. Da es recht einfach ist alte Schmuckstücke um zu arbeiten und eine spannende Design Herausforderung biete ich einen Workshop an. Auch weil das Thema bisher wenig Beachtung gefunden hat möchte ich es mehr ins Bewusstsein rücken. Die Grundidee dazu kam mir als ich Freunden anbot ihre Eheringe zu gestalten, und ihnen riet die Ringe aus altem Familienschmuck zu machen weil die Ringe dadurch viel persönliche Geschichte enthalten und deutlich Umweltfreundlicher sind.

3. Was ist für dich ein Innovative Citizen?
Ein Innovative Citizen ist für mich ein neugieriger Mensch mit Freude am experimentieren und ausprobieren. Sie/Er wartet nicht darauf das „die freie Marktwirtschaft oder die Politik es schon richten werden“, sondern setzt sich auch im Austausch mit anderen für lokale Lösungen globaler Probleme ein. Konsum und Verhaltensmuster werden kritisch hinterfragt und im gegenseitigen Austausch von Wissen und Fähigkeiten steigert sie/er ihre selbstwirksamkeit auf dem weg zu einem zukunftsfähigen Lebensstil. Kurzum der Innovative Citicen ist ein urbaner Trendsetter und change maker.

 

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