Innovative Citizen 2021

Innovative Citizen goes digital

Auch dieses Jahr müssen wir uns leider von der Idee eines Festivals, wie wir es sonst veranstaltet haben, verabschieden. Stattdessen werden wir euch aber digitale und hybride Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen anbieten.

Die Maker-Kultur verbindet die Idee des Selbermachens mit modernen digitalen Techniken. Im Fokus steht dabei die Demokratisierung von Technik. In einer Zeit, in der Autonomie vor allem wieder territorial interpretiert und mit politischen und wirtschaftlichen Interessen verknüpft wird, wollen wir Beiträge zur radikaleren Idee von individueller Autonomie leisten. Durch den smarten und gleichwohl kritischen Umgang mit Technologie, ermöglichen wir neue Wege für selbstbestimmte Lebensstile. Eine Selbstbestimmtheit, die die Verantwortung für Nachhaltigkeit und die Orientierung am Gemeinwohl eben nicht ausschließt.

Wir freuen uns auf Euch, auch digital!

 

IC @Home

Im Rahmen des von der Stadt Dortmund geförderten Nordwärts-Projektes präsentieren wir euch dieses Jahr erstmals unser neues Format Innovative Citizen @Home. Hinter Innovative Citizen @Home steckt die Idee zu zeigen welche Potenziale in unserer lokalen Community stecken. Wir wollen euch einladen einen Einblick in eure Werkstätten und Hobbyräume zu geben und uns zu zeigen an welchen Projekten ihr arbeitet. Pandemiebedingt können wir das aktuell leider nicht so umsetzen wie wir das gerne getan hätten. Trotzdem freuen wir uns darüber, wenn ihr eure Projekte mit uns teilt. Wenn ihr Interesse habt euer Projekt vorzustellen, schickt uns einfach eine Nachricht bei Facebook, Instagram oder per E-Mail.

Bis wir eine Möglichkeit gefunden haben eure Projekte so zu präsentieren, wie sie es verdient haben, versorgen wir euch mit digitalen Veranstaltungen zu Themen wie Speisepilzzucht, digitaler Fertigung oder Biodesign.

Hier unsere nächsten Termine:

IC On Tour

Das Innovative Citizen Festival ist nur ein Mal im Jahr. Damit das nicht so bleibt haben wir das Format „Innovative Citizen on Tour“ ins Leben gerufen. Hier möchten wir euch auch während des restlichen Jahres mit Workshops, Vorträgen, Aktionen und Ausflügen versorgen. Teilweise finden diese an unseren Stammplätzen, wie dem Dortmunder U oder der Dezentrale-Dortmund statt. Wir kommen aber auch raus aus dem gewohnten Umfeld. Das können zum Beispiel gemeinsame Touren zu spannenden Orten sein oder Workshops in anderen Fablabs. Unser Antrieb ist es dabei Institutionen und Akteure miteinander zu vernetzen, um Wissen auszutauschen und zu erweitern. So können neue Projekte, Ideen und Partnerschaften entstehen. Hier unsere nächsten Termine:

Digitalisierung
Digitalisierung, optische Technologien und preiswerte Mikrocontroller haben das Potenzial, die Fertigungstechnik zu revolutionieren. Das Paradigma der Skaleneffekte (je größer, desto effizienter) könnte durch sie gebrochen werden. Stattdessen würden zukünftig individualisierte Produkte nach Bedarf lokal gefertigt und die Beziehungen zwischen Produktion und Konsum neu verhandelt. Der Bürger wird zum „Innovative Citizen“, die Stadt holt sich die Produktion zurück.

Im Themenfeld „Digitale Fertigung“ gibt es u.a. Workshops zum Thema 3D-Druck. Wir lernen aber auch in anderen Workshops die Grundprinzipien der Robotik kennen und zeigen, wie einfache Roboter für sinnvolle oder sinnlose Zwecke im urbanen Umfeld eingesetzt werden können. Die Energiewende erledigen wir gleich mit und stellen das Projekt „e:Lab – Bürgerlabor für Energieinnovationen“ vor.

Food+Farming

Monokulturen und Pflanzenschutzmittel machen Böden unfruchtbar, stoßen Unmengen an CO2 in die Atmosphäre oder verdrängen Urwälder. Während auf der einen Seite Menschen verhungern, werden Ernährungskonzepte in Industrienationen zu sinnstiftenden Lebensinhalten erhoben. Gleichzeitig wirft jede Privatperson in Deutschland jährlich rund 80 Kilogramm Lebensmittel in den Müll.

Im Themenfeld „Food & Farming“ wird den unterschiedlichen Versuchen Raum gegeben, diesem Szenario entgegen zu treten. In Workshops wird mit Hefen, Bakterien, Pilze , Insekten oder Pflanzen experimentiert, um daraus Materialien zu züchten, Lebensmittel zu produzieren und ganz neue Geschmackserlebnisse zu erfahren.

Circular City
Do it yourself & do it together – Jede Stadtgesellschaft produziert jährlich Unmengen an Abfall. Kleidung, Nahrungsmittel und Unterhaltungsgeräte sind für wenig Geld zu haben. Was kaputt ist, oder uns nicht mehr gefällt, wird entsorgt und ersetzt. Die globalisierte „billig-billig“ Mentalität erzeugt weltweit große ökologische und soziale Probleme, verschwendet kostbare Rohstoffe und belastet in erheblichem Maße die Umwelt. Verantwortliche dieser Entwicklung sind wir alle – Verbraucher, Hersteller und Verwerter! Verantwortliches Handeln spielt somit eine immer größere Rolle und der Wunsch vieler Menschen nach ökologischen, fairen und lokalen Ansätzen wächst.

„Circular City“ lädt zum Mitmachen ein und bietet spannende Perspektiven für eine lokale, kreative und lebendige Stadtgesellschaft. Unentdeckte Ressourcen schlummern überall in den Straßen und warten nur darauf mit Euch entdeckt zu werden!

Textiles
Die Textilindustrie ist im Wandel. Fast Fashion boomt wie noch nie und wird gleichzeitig immer stärker kritisiert. Unfaire Produktionsbedingungen und textilbedingte Umweltschäden sind die zerstörerischen Folgen einer immer schnelllebigeren und auf Preis fixierten Modebranche, die sich im Grunde doch immer nur im Kreis dreht.

Mehr und mehr junge Designer suchen nach neuen Wegen Stoffe zu be- und verarbeiten. Upcycling und die Wiedererweckung alter Techniken, wie Pflanzenfärbung, können zu einem verantwortlicheren Umgang mit Textilien und Rohstoffen führen. Aktuelle Technologien, wie Lasercutter und leitende Garne eröffnen einen neuen Horizont und bietet Raum für frische Ideen. „Textiles“ bietet diesen Designern und allen Interessierten eine Plattform Textil aktiv neu zu denken.

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